Leben im Ausland – 5 Gründe dafür

Leben im Ausland – Warum immer mehr Deutsche auswandern

Deutschland – das Land der tollen Jobs, dem sicheren Leben, den grossartigen kulturellen Angeboten, den schönen Plätzen von Garmisch-Partenkirchen bis nach Flensburg, von Aachen nach Görlitz. Eigentlich mangelt es an nichts. Doch als im Jahr 2018 die YouGov-Community eine grossangelegte Umfrage startete, war das abschliessende Ergebnis mehr als nüchtern: Mehr als die Hälfte (55% aller Befragten) der Deutschen denkt oder träumt davon, einmal im Ausland zu leben und zu arbeiten. Viele davon nur temporär, für eine Zeit lang. Andere denken darüber schon in längeren Zeiträumen, einige wenige können sich vorstellen, für immer im Ausland zu leben.

Warum sind das so Viele? Weshalb spielt das Sicherheitsdenken, dass wir in Deutschland pflegen, hier auf einmal keine Rolle mehr? Warum ein risikoreicheres Leben im Ausland bevorzugen?

Leben im Ausland – Warum und was spricht derzeit gegen Deutschland.

Davon soll Artikel handeln. Er versucht, einen Erklärungsansatz zu finden. Ob er letztlich mehr als nur ein Versuch ist, können Sie am Ende des Artikels selber beurteilen. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Stabilität, sicheres Einkommen, gewohntes Umfeld, kalkulierbare Entscheidungen – Das alles würden Deutsche Bürger eintauschen gegen ein Leben im Ausland. Mit all seinen Schwierigkeiten und langwierigen Prozessen.

Es gibt mit Sicherheit mehr als 5 Gründe, die für das Ausland sprechen. Doch ich will mich in diesem Artikel auf die grundsätzlichsten Bereiche stürzen.

Los geht´s:

1. Leben im Ausland – Herausforderung

In jungen Jahren ist man voller Emotionen, sprüht vor Elan und lebt mit und in seinen Visionen. Mit zunehmendem Alter erkennt man oft – recht nüchtern – die frustrierende Einseitigkeit, die einem das Leben so offenbart. Von den Visionen hatte man sich schnell verabschiedet. Auch der Karrieresprung war vielleicht möglich, gab einem aber bei Weitem nicht die Zufriedenheit, die man sich vorher ausgemalt hatte. Das mehr an Geld, das man dann später verdient, wird meist ausgegeben für Dinge, die man nicht braucht. Ersatzbefriedigungen nennt man sie meist. Übrigens in den führenden Wirtschaftnationen nicht unüblich.

Leben im Ausland – Können neue Ziele dort besser umgesetzt werden?

Doch die Bestätigung und die Erfüllung, dass man an das Leben geknüpft hatte, stellen sich nicht ein. Auf andere, teilweise sehr motivierende neue Gedanken kommt man meist, wenn man für einige Tage oder Wochen im Ausland – meist im sonnigen Süden – war. Sie kennen dass vielleicht: Sie kehren zurück, sind voller Eifer und Tatendrang, weil Sie sich vielleicht einiges für die Zukunft vorgenommen haben. Sei es im privaten Bereich oder auf der Arbeit. Sie versuchen, Dinge wie Gelassenheit, der Blick auf das Wesentliche oder vielleicht auch eine im ersten Moment wahninnig anmutende Geschäftsidee, umzusetzen. Sich etwas zu ändern, um damit glücklicher zu werden. Doch nach einigen Tagen – wir haben das oft genug erlebt – sind wir wieder im Alltag angekommen. Wir stressen und rackern uns ab, wichtige Dinge bleiben ausser Reichweite und alles ist, wie es vorher war.

Leben im Ausland

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: Es ist unglaublich schwierig – vor allem in Deutschland –  „sein“ Ding durchzuziehen. Das hat viele Gründe. Ich glaube, da spielt vieles eine Rolle: Das Klima, das seltsame Miteinander, die teils menschlich zweifelhaften Verhaltensweisen in der Gesellschaft und auf der Arbeit. Die Erwartungshaltung und wie wir sie umsetzen möchten. Und einiges mehr.

Menschen flüchten daher immer mehr in eine – sagen wir – virtuelle Welt. Serien über das Auswandern und Auslandsdokumentationen waren noch nie so erfolgreich. Denken Sie nur an die Auswanderer-Staffeln:

Natürlich gibt es unterschiedliche Motive für den Erfolg dieser Formate. Zum einen ist es der Drang nach fremden Kulturen und Kontinenten, aber es gibt auch die, die sich nicht satt sehen können an dem Scheitern Anderer. Selber träumt man davon, hat aber nicht den Mut, das Risiko aufzunehmen. Man bevorzugt es daher, anderen Auswanderern beim oft praktizierten „Chaos“-Auswandern zuzuschauen. Bei Misserfolg kann man dann ja immer noch sagen: Siehste, ich habe es gleich gewusst.

2. Neidgesellschaft

Als passenden Übergang zum vorigen Thema komme ich nun zur Kategorie: Deutschland und deine Neidgesellschaft. Wer ist das eigentlich: Sind das nur einige wenige oder sprechen wir hier von einer viel grösseren Anzahl, als wir vielleicht alle vermuten.

Denken Sie einmal nur ganz kurz an Ihr persönliches Umfeld: Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen, Vereins“freunde“, usw. Oder noch besser: Weihnachten gmeinsam unterm Tannenbaum. Ich kenne noch den Firmen-Spruch aus Deutschland, kurz vor Weihnachten: „Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn möglich noch darüberhinaus, ist nur etwas für Hartgesottene. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich meine nicht Ihre Allerliebsten (Frau und Kinder). Aber mit den Verwandten und den Freunden war und ist das sicher eine andere Hausnummer.

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“

Es gab in Deutschland einmal eine sehr erfolgreiche Fernsehwerbung von der Sparkasse. Der Slogan: Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Das Wetteifern innnerhalb jeddenkbarer Gruppe ist gesellschaftsfähig. Leider denken wir oft, dass sei normal. Viele Dinge, von denen wir ausgehen, sie seien normal, sind oft in anderen Kulturen undenkbar. Sich gegenseitig hochzuschaukeln – wenn auch zumindest nur verbal – ist beispielsweise in Asien, aber auch in Südamerika – im Gegensatz zu Nordamerika – nicht angesagt. Dies wird als schlechte Erziehung ausgelegt und wird daher so gut es geht vermieden. Nicht so bei uns.

Der absolute Unglücksfall tritt dann ein, wenn einer mehr hat, wichtiger im Job ist, ein grösseres Auto fährt, den exklusiveren Urlaub macht. Und dann auch noch davon erzählt. In keinem anderen Land gibt es mehr Talk-Sendungen im Fernsehen als in Deutschland. Kaum ein Sender, der nicht täglich irgendwelche Dampfplauderer im Studio hat. Einige präsentieren sich hierbei in einer Art und Weise, die für Andere oft fremd ist.

„Neid gibt es in Deutschland nicht“

Oft finden sich dann irgendwelche C-Promis, die dann – je nach Thema – behaupten, dass Deutschland zum Beispiel keine Neidgesellschaft ist. Wenn man Unterschiede zu anderen Ländern ausmachen und entsprechend neutral beurteilen kann, dem fällt zum Verleugnen und Abstreiten der Neidgesellschaft Deutschland eigentlich nur noch das Wort SCHIZOPHRENIE ein.

Neid wirkt sich auf alle Beteiligten aus. Oft auch nachteilig. Dann wird erst recht geprotzt. Ein letztes Beispiel – fällt mir eben noch ein – sind die zahllosen Vereine. Richtig, auch da sind wir Weltmeister. In keinem anderen Land gibt es nur annähernd so viele davon. Viele Vereine werden fast schon professionell geführt. Mit einer grossen Anzahl von Ehrenamtlichen. Auch wenn sie nur auf Kreisliga-Ebene „praktizieren“. Und alle darum helfen mit. Mehr oder weniger. Sollte einer von der Führungscrew dann zu mächtig und im schlimmsten Fall auch noch erfolgreich sein, kann man darauf warten, bis dieser bei der nächstbietenden Gelegenheit abgesägt wird. Habe ich selber mehrmals erlebt. Neid war meist der Antreiber.

3. Klima

Allein schon aus gesundheitlichen Gründen macht das Klima einen nicht unwesentlichen Faktor beim Thema Auswandern aus. Viele Beschwerden haben Sie einfach nicht, und wenn, in abgeschwächter Form. Ich selber wohne in Südamerika. Eine Grippe gibt es. Aber mehr oder weniger nur vom Hörensagen. Gelenksbeschwerden treten verstärkt bei wechselnden Temperaturen auf. Wenn Sie in einem Land mit gleichbleibenden Temperaturen leben, lässt auch das relativ schnell nach.

Allein im Arbeitsleben wirkt sich ein schlechtes Klima negativ auf das Miteinander aus: Beispiel Deutschland: 5 Monate Sommer, 7 Monate Winter und Übergangszeit. Dauer zwischen dem kürzesten  und längsten Tag im Kalenderjahr ca. 6 Stunden. Am Äquator sind es ca. 30 Minuten. Von Oktober bis April: Sie stehen auf, es ist dunkel und kalt. Sie kehren abends müde zurück. Wieder dunkel. Und kalt.

Leben im Ausland – Auswirkungen des Klima auf das Wohlbefinden

Wie stark sich das Klima auf das Wohlbefinden auswirkt, wird einem erst richtig bewusst, wenn man selber davon profitiert. Meine Partnerin, die Deutschland nur aus dem Urlaub kennt, sagt oft, dass sich der wolkenbehangene und daher grau schimmernde Himmel unglaublich negativ auf die Stimmung auswirkt. Ach, was?!

Daher kann ich viele verstehen, die allein schon wegen dem Wetter das Weite suchen.

 

 

 4. Arbeitssituation

Der Arbeitsmarkt ist zwar nach wie vor voller Jobangebote und kaum irgendwo ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor so stark als in Deutschland. Doch viele Negativmeldungen in den letzten Jahren zeigen uns eine Veränderung in der Arbeitswelt an. Nur ein paar Beispiele:

  • Lohnkosten-Dumping durch Subunternehmen in fast allen Branchen

    Inzwischen ist dies nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Neues Personal wird über eine Zeitarbeitsfirma –  zu deutlich schlechteren Konditionen und Nebenleistungen – beschafft, mobile Dienstleistungen werden teilweise komplett ins nahegelegene Osteuropa verlagert oder – noch besser – Standort werden komplett in steuerfreundlichere Staaten innerhalb der EU verlagert. Auch wenn viele beschwichtigen und argumentieren, dass dies so einfach nicht sei. Die Realität erleben Millionen von Arbeitern und Angstellten – tagtäglich am eigenen Leib. Der Politik sind meist die Hände gebunden, die Lobbyarbeit in Deutschland spielt in der höchsten Liga.

  • Die ewige Mär vom Facharbeitermangel

    No nie gab es so viele gut ausgebildetete Handwerker oder Dienstleister. Oder was auch immer. Und durch die Europäische Union sind weitere unzählige Millionen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Zahlenmässig gab es noch nie so gut ausgebildete Spezialisten. Problem: Die Industrie braucht billige Handwerker und Angestellte. In dem man die Lüge vom Fachkräftemangel nur oft genug wiederholt – in harmonische Zusammenarbeit mit den Verbänden der Deutschen Industrie – finden sich zwangsläufig immer mehr, die ebenfalls daran glauben.

  • Negative Kostenentwicklung in der Metall- und Elektroindustrie

    Merken Sie, wie sich die Dinge gegenseitig abdecken. Was brauchen wir jetzt: Ach ja, das Thema Fachkräftemangel hatten wir schon;-)

  • Dahinsiechen vieler Gemeinden und Kommunen auf dem Land

    Eines vorweg: Dies gilt nicht flächendeckend. Es gibt Regionen – zum Beispiel in Baden-Württemberg – in denen die Entwicklung wesentlich dosierter vonstatten geht. Doch schauen Sie mal in Bundesländer wie Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder in die neuen Bundesländer. Hier gehen Dinge verloren, die so nicht mehr zurückkommen.

  • Negative Messeentwicklungen

    Beispiel IAA, Frankfurt. 2021 wird diese – einst grösste Messe der Welt – zumindest nicht mehr in Frankfurt stattfinden. Die als Nachfolger gehandelten Standorte Berlin, München oder Hamburg werden eines sicher gemeinsam haben: Sie werden die Messen wesentlich kleiner gestalten als bisher. Die CeBit in Hannover – vor vielen Jahren grösste Computer- und Informationstechnikmesse der Welt – hat bereits 2018 ihre Pforten für immer geschlossen. Fast alle Fach- oder Verbrauchermessen in Deutschland beklagen rückläufige Besucherzahlen.

  • Pessimismus in der kompletten Autoindustrie

    Transformation oder Untergang? Die Umstellung, sich auf neue Kunden und deren Wünsche einzustellen, scheint die grösste Herausforderung in der deutschen Automobil-Geschichte zu sein. Viel zu lange haben sich die Autobauer auf ihr bisheriges Vertriebs- und Entwicklungskonzept verlassen. Der Anschluss an die Konkurrenzfähigkeit  im Bereich alternative Antriebe ist zwar noch noch nicht verpasst, aber zumindest kann man festhalten, dass diese Technologie nicht unbedingt das Aushängeschild der Deutschen war und ist. Von heute ca. 10.000 Einzelteilen, die man für die Fertigstellung eines PKW benötigt, werden wir beim Elektrofahrzeug lediglich nur noch ca. 1.000 Teile brauchen. Und auch bei diesem – für Deutschland bisher sehr wichtigen Kernmarkt des Zulieferers –  steht Deutschland nicht vorne. Andere Länder – meist aus Asien, aber auch Nordamerika, selbst einige Staaten aus Europa – haben uns hier längst überholt. Nicht umsonst hat im Jahr 2019 die Autoindustrie grosse Kündigungswellen für die Zukunft angekündigt.

  • Drastische Verringerung von Handwerksbetrieben und kleineren Geschäften

    Schauen Sie sich um – vor allem auf dem Land: Wieviele Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelgeschäfte, Schuhläden, finden Sie noch?! Der Kostendruck, der von den Konzernen, die hunderte oder gar tausende Filialen betreiben, auf die Kleinunternehmen übergeht, lässt diese schneller verschwinden als befürchtet. Auf dem Land sind sie mehr denn je auf einen motorisierten Untersatz angewiesen. Die Infrastruktur verändert sich drastisch. Mit allem, was damit zusammenhängt. Und das nicht zum Vorteil.

  • Kommunen, Gemeinden und Städte stehen vor dem finanziellen Kollaps

    Viele Städte sind finanziell derart angeschlagen, dass viele notwendige Veranlassungen für die Zukunft kaum bis gar nicht mehr möglich sind. Dies wirkt sich auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens aus. Investiert eine Kommune nicht mehr in ihre Infrastruktur, fallen mit der Zeit Arbeitsplätze und Bürger weg. Die Folge: Noch weniger Einnahmen. Ein Kreislauf, der schwer aufzuhalten ist.

  • Atomwende

    Die Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 war der Beginn, die Energieversorgung vollkommen neu zu überdenken. Das Abschalten der AKWs in Deutschland war schliesslich die Entscheidung. Derzeit – Stand: Februar 2020 – sind noch 6 Kernkraftwerke in Betrieb, spätestens 2022 werden die letzten AKWs abgeschaltet. Wer danach die Verbrauchsspitzen sicher stellt, ist noch nicht ganz geklärt. Wirkt wieder einmal sehr politisch motiviert. Viel Aktionismus, wenig Nachhaltigkeit.

  • Steigende, teilweise explodierende Mietentwicklung in vielen Städten

    In Berlin werden die Mieterhöhungen für mindestens 5 Jahre eingefroren. Mehr muss man eigentlich nicht mehr sagen. Die Immobilienentwicklung der letzten Jahre ist selbst für Laien erkennbar: Mehr künstliche Erwartung in Wertsteigerung ist kaum möglich. Experten sprechen von der grössten Immoblienblase aller Zeiten. Nun, den Knall in einigen Jahren werden dann wohl auch alle hören

  • Allgemeine Kostenentwicklung

    Die Verbraucherpreise  sind in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 1.4% gestiegen. Die Inflationsrate im Januar 2020 lag bei ca. 1.7%. Alles normal, könnte man sagen. Doch unsere Wirtschaftpolitiker sind Experten. Zumindest beim Thema Statistik. Um die tatsächliche Inflation abzuschwächen, hat man einfach die bisherigen Energiekosten –  die exorbitant gestiegen sind – einfach bei der Gewichtung weniger stark berücksichtigt. Und nicht nur da wurden Korrekturen(!) vorgenommen. Politker nennen das: Aktualiserung der Wägungsschemata.

  • Stagnierende Einkommen in den letzten 10-15 Jahren

    Vergleichen Sie Ihre Einkommensentwicklung für diesen Zeitraum mit den steigenden Preisen. Es reicht schon der Verbraucherpreisindex. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

  • Scheitern oder zumindest stümperhafter Vorgehen von Superprojekten in Deutschland


    Beispiel: Elbphilharmonie, Hamburg

    Geplante Baukosten – bei Ausschreibung –  77 Mio Euro. Fertigstellungkosten: 866 Mio Euro. Mehr als 11mal soviel. Würden Ihnen das mit Ihrem Eigenheim passieren, wären Sie  zuerst ein Fall für die Psychatrie und erst in zweiter Instanz für den Insolvenzverwalter.

    Beispiel: Berliner Flughafen Berlin Brandenburg BER

    9 Jahre Unterschied zwischen offiziellem Eröffnungszeitpunkt und der finalen Realisierung. Wenn nichts mehr schief geht;-) Hauptproblem: Politiker waren meist Hauptprojektverantwortliche. Doch jeder, der bereits ein Projekt geleitet hat, kennt folgende Regel: Reden ist Silber, Machen ist Gold. Das diese Regel mit Politiker nicht umsetzbar ist, war den Verantwortlichen in Berlin – auch ja, ebenfalls Politiker – nicht bekannt. Einen weiteren Nachteil hatte diese Farce ebenfalls: Es gibt kaum ein Land, dass diesen Skandal nicht mitbekommen hat und somit auch einen nachhaltigen Imageschaden für deutsche Unternehmen allgemein – wenn auch unverschuldet – bewirkt hat.

    Beispiel: Stuttgart 21

    Obwohl die Baufreigabe längst erteilt war, gab es – aufgrund des politschen Druck und der hohen Gesamtkosten für das Land – einen Verkehrsausschuss, der mehrere Tage über das Ansinnen  mit Vertretern der Deutschen Bahn zu Tisch sass. Dieser Ausschuss war rechtlich eigentlich unbedeutend, weil – wie schon geschrieben – die Entscheidung längst gefallen war. Doch einge Landespolitiker nutzten die grosse Bühne des sich Zeigens, um dies später gewinnbringend für die eigene Karriere zu nutzen. Ergebnis: Der künftige Durchgangsbahnhof kostete danach nicht weniger, sondern fast das Doppelte. Vergleichbare Situation: Sie kaufen ein Auto. Der Preis liegt bei 40.000 Euro. Nach tagelangem Verhandeln sind Sie bereit, für weniger Leistung (zum Beispiel bei der Ausstattung und der Motorleistung 80.000 Euro zu bezahlen.  Sie merken: Wenn Sie einen Vergleich ins Privatleben ziehen, wird Ihnen der Wahnsinn erst recht bewusst.

Leben im Ausland – Wägen Sie ab

Auch wenn dies nur einige Punkte sind, die mir zum Thema der Arbeitssitution in Deutschland einfallen, weiss ich wohl, dass es nach wie vor auch noch viele hervorhebende Faktoren gibt. Doch wir können eine negative Entwicklung – und das in fast allen Bereichen – feststellen.

 

Sicherheit

Ich schreibe diese Zahlen am heutigen Aschermittwoch 2020. Zwei Tage, nachdem ein Mann mit seinem Fahrzeug in eine Faschingsgruppe fuhr. Eine Woche nach einem Amoklauf mit 11 Toten.

Es sind nicht nur die ausländischen, andergläubigen Terroristen, die für negative Schlagzeilen sorgen. Auch deutsche Bürger sorgen mehr und mehr für Schlagzeilen, die man vor 20 Jahren – zumindest in dieser Häufigkeit – nicht gewohnt war.

Zunehmende Faktoren wie Alltagssorgen, Stress, Neid, Ungerechtigkeit oder Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule, Überfremdung, Fremdenhass wirken – so hat man meist das Gefühl – wie die immer lauter tickende Zeitbombe.

Diese Gründe sind mit Sicherheit nicht die alleinigen Faktoren für den Wunsch, Auszuwandern. Aber sie erleichtern die Entscheidung für immer mehr Menschen.

 

Leben im Ausland – Fazit:

Die Gesamtsituation ist derzeit immer noch wesentlich komfortabler als in den meisten anderen Staaten der Erde. Doch Sie merken: Es zieht ein Sturm auf. Flächendeckend. Das merken inzwischen immer mehr. Die Auswandererzahlen waren bei der letzten öffentlich vermeldeteten Erhebung auf dem Höchststand. Inzwischen finden Sie nichts mehr, keine neuen Zahlen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Ein Ende ist nicht abzusehen.

In diesem Sinne,

Bleiben Sie gesund!

 

Wer mehr Fragen zum Thema „Leben im Ausland“, Kolumbien, Südamerika hat, kann sich gerne bei mir melden. Bis dann!

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